by
Anton de Asno
10 Feb 2012


Official Tags
German Language (3,675)
Transformation (21,725)
cow (2,502)
Human (59,585)
Bull (4,848)


Stats
Posted 10 Feb 2012 11:31
Last edited 11 Feb 2012 22:24
767 views
0 faves
0 comments
0 votes




External Services

Social Networks

Highland Cathedral

Seit ich das erste mal in Schottland war habe ich Sehnsucht nach diesem Land.

Hallo Leute, das ist meine erste Geschichte die ich seit über 30 Jahren wieder geschrieben habe.

Bitte lasst mir meinen Kopf auf den Schultern, falls es nicht so perfekt ist wie ihr es gewohnt seit.

Ich führe seit vielen Jahren zwei Kämpfe, einen gegen mein Gewicht und den anderen gegen die Rechtschreibung. Den gegen das Gewicht habe ich verloren und den gegen die Rechtschreibung habe ich gewonnen.

 

Danke für die Nachsicht euer Anton

 

 

 

Highland Cathedral

 

 

Hier sitze ich jetzt und schaue in den Sonnenuntergang, ich habe Zeit, so viel Zeit das ich hier schon den ganzen Nachmittag so sitze. Acht Tage bin ich jetzt schon unterwegs und da ich kein Ziel habe ist es auch egal wo ich mein Zelt aufschlage. Ich bin vor 9 Tage einfach aufgebrochen habe meinen Rucksack geschultert um alles hinter mir zu lassen.Der Flieger brachte mich hier in das Herz Schottland, ich bin ausgebrannt und hoffte auf neue Ideen.

Alles erreicht, alles verloren, wieder aufgestanden und neu angefangen. Nun, was weiter?

Ich habe nichts geplant und erwartete auch nichts weiter. Hier sein und schauen, hören fühlen. Den Wind, das Wasser, Gras unter mir, nichts erwartend und alles bekommen was das Land hier zu bieten hat, nur Zeit zum aufnehmen wird gefordert.

Seit drei Tagen habe ich mein kleines Zelt in einer alten Ruine aufgeschlagen und da es dunkelgrün ist fällt es nicht auf das ich hier bin. Etwas Proviant aus dem Dorf wo ich durchkam und eine kleine Flasche Edradour, aus der dortigen Brennerei, habe ich dabei. Sie liegt noch immer im Rucksack, ich habe kein Bedarf im Moment, die Umgebung macht mich trunken genug. Wenn man still sitz und Geduld hat passieren Wunder um einem herum, besonders in diesem Land und der Umgebung, man muß sie einfach nur zulassen. Da ich so ruhig bin haben die Tiere hier um mich herum wohl beschlossen das ich zu ihnen gehöre und kein Störenfried. Die Fasane rätschen in den Ginsterbüsche, graue dicke Eichhörnchen turnen über mein Zelt und die wenigen Hirsche schauen kaum auf wenn sie vorbeikommen, so wenig scheine ich zu stören. Ausgenommen eine dicke Highlandkuh, zwei Tage ist sie schon da um mich zu beobachten. Zumindest scheint es mir so.

Sie kommt jeden Morgen zu meinem Zelt, schnuppert und leckt ausgiebig den Tau von der Plane um mich dann mit einem tiefen langem Moooo zu wecken. Ich krieche aus dem Schlafsack und werde selber ausgiebig beschnuppert. Ich gehe zu dem kleinem Bach am anderem Ende der Ruine um mich zu waschen und dann mache ich mir ein kleines Frühstück mit Tee und Porridge, leider ohne Milch, ich habe keine gekauft und die Kuh hat keine da sie trächtig ist, also nur mit Wasser und Salz. Auch gut, mir schmeckts und mehr brauche ich auch nicht.

Block und Stift liegen neben mir und ich schaue ins Land, auf die Wolken und den Horizont.

Das Heidekraut und die Ginsterbüsche sind die Kulissen in diesem Bild, die Kuh, ich und alle Tiere um mich herum sind die Statisten. Shakespeare fällt mir ein, er könnte bestimmt aus der Situation etwas machen, ich mache nichts und es fühlt sich nicht falsch an.

Die Kuh kommt zu mir um mich wieder gründlich zu beschnuppern., ein tiefer Leck auf meinem Kopf , ein schnaufen und grummeln. Sie dreht sich umständlich im Kreis, mit ihrem schweren Leib hat sie es bestimmt nicht leicht um sich bequem niederzulassen. Sie läßt sich genau neben mir nieder und gemeinsam schauen wir in die untergehende Sonne. Der dritte Tag und ich sehe zu meiner Nachbarin in ihre dunklen tiefen Augen die zu mir blicken. Ja meine Liebe es ist schön hier und ich würde gerne bleiben wenn du es gestattest. Ein tiefes warmes Mooooo ist die Antwort. Nun meine Königin, so habe ich sie schon am zweitem Tag genannt, danke für ihre Gnade. Ich fasse herüber und streichle das raue Fell sanft, dabei fühle ich das Kalb sich in ihrem Bauch bewegen. Wann wird eure Hoheit wohl Nachwuchs bekommen frage ich sie. Sie schaut zu mir und schüttelt den schönen Kopf, die Abendsonne vergoldet das rotbraune Fell. Darf ich? Ich lege vorsichtig meinen Kopf auf ihren Bauch, ich höre den Herzschlag der Kuh und zu gleich einen kleinen leichteren und schnelleren. Schön, einfach nur schön ist daß. So Majestät wenn ihr gestattet werde ich jetzt mich zurück ziehen. Ich krieche in mein Zelt um mich auf dem Schlafsack zu legen. Es ist warm und ruhig. Die Kuh liegt da ihr Atem ist zu hören, das gleichmäßige Geräusch des Wiederkäuen, der Duft, alles macht mich schläfrig.

Meine Augen fallen zu ich träume vom Land, ich stehe da und alles was ich sehe ist mein Königreich und meine Königin steht neben mir.

Wir schauen in den Abend bis es dunkel wird, ich höre ihren Herz schlagen und ich höre meinen Herz schlagen.


Und es wird dunkler.


Bum

 

Bum.......Bum

 

Bum..... Bum.....Bum

 

Ich höre ein Herz schlagen und ich höre mein Herz schlagen.

Ich fühle mich warm umfangen und dann wird es kühl und hell. Ein tiefes Mooo weckt mich ich fühle die Zunge auf meinem Kopf und ihren Atem in meinem Ohr.

Sie leckt mir über mein Gesicht und über die Ohren, über den Kopf über den Bauch über den Rücken. Es fühlt sich gut an und ich öffne die Augen.

Sie steht vor mir, ihr großes Maul umfasst meine Nase und saugt den Schleim aus ihr, ich bekomme endlich richtig Luft und gebe mein erstes Möö von mir.

Sie stößt mich an und dreht mir demonstrativ ihren Hinterleib zu, da ist ihr Euter und sie hat endlich Milch für mich.

Ich mache mich auf um es zu erreichen, nach vielen Versuchen steh ich auf meinen Beinen.

 

Ich beginne zu saugen, mir schmeckt es.

 

Und mehr brauche ich auch nicht, in diesem Moment.

 

Nur meine Mutter die Königin der Highlande.

 



AuthorCollaboration
No results found.